Schachfiguren gedrechselt mit Elfenbeinbesatz um 1900

22.05.2016 - 14.05.2017

Caissas Schwestern - Frauen und Schach 

Schach spielende Frauen hatten in der Literatur und Kunst bis in das späte 18. Jh. einen festen Platz, solange das Schachspiel als Unterhaltungsform und als Möglichkeit der zwanglosen Begegnung der Geschlechter galt. Jedoch wurden die Frauen seit Ende des 16. Jh. von der wissenschaftlichen Entwicklung des Schachs und den wichtigen Spielstätten der Schachelite, wie den Kaffeehäusern, ausgeschlossen. Mit der Emanzipationsbewegung Ende des 19. Jh. verschafften sie sich Zutritt zur Wissenschaft und dem öffentlichen Leben und kehrten in die Schachwelt zurück.

Sonderausstellungen

Mit Unterstützung der Stiftung der Kreissparkasse Halberstadt eröffnete das Schachmuseum Ströbeck am 17.05.2009 zwei neue Ausstellungsräume. Dazu gehört auch der Raum für Sonderaustellungen. So kann das Museum mit wechselnden Ausstellungen die Schachgeschichte, und natürlich ganz besonders die Ströbecker Schachgeschichte, mit verschiedenen Themen tiefer beleuchten und immer wieder neu entdecken.
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17.05.2015 - 15.05.2016

Schachfieber im Kaffeehaus

Kaffeehäuser waren seit dem 17. Jh. ein beliebter Begegnungs- ort von Menschen aus der Kultur, Gesellschaft und Politik. Es wurde diskutiert, Geschäfte gemacht und gespielt. So regte sich das bürgerliche Schachleben zuerst in Englands und Frankreichs Kaffeehäusern. Im Laufe des 19. Jh. schließlich wurde es ausgesprochen populär in allen Kaffeehäusern Europas. Die Ausstellung gibt einen Einblick in die pulsierende Schachwelt der Kaffeehäuser, wo sich Meister und Amateure trafen und Kiebitze ihnen über die Schultern sahen.

18.05.2014 - 30.04.2015

Der Narr auf dem Schachfeld

Der Humor im Schach ist so vielseitig wie das Spiel und beginnt bereits bei der Bezeichung der Figuren. So ist zum Beispiel der "Läufer" in Frankreich der "Fou", der "Narr". Von Karikaturen, Gedichten, politischer Satire bis zu Alltagsszenen des Schach- lebens und geistreichen Schachpartien zum nachspielen präsentierte die Ausstellung die Vielfalt des Schachspieler- humors. Ein besonderes Bonbon war der russische Film "Schachfieber" von 1925.

08.09.2013 - 30.04.2014

Schachlegenden

Das Schachdorf Ströbeck gehört zum Netzwerk der Kulturellen Dörfer Europas, dass aus elf Dörfern aus elf europäischen Ländern besteht. Mit der Sonderausstellung stellte das Schach- museum aus drei dieser Länder berühmte Schachmeister vor, die zu Schachikonen ihren Nationen wurden. 09.09.2013 - 13.11.2013 Emanuel Lasker (24.12.1868 - 1.1.1941 | Deutschland) war der zweite offizielle und zugleich der bislang einzige deutsche Schachweltmeister. Er behauptete diese Position über einen Zeitraum von 27 Jahren (1894 bis 1921) und war damit länger als jeder andere Träger dieses Titels. 16.11.2013 - 12.02.2014 Max Euwe (20.5.1901 - 26.11.1981 | Niederlande) war von 1935 bis 1937 fünfter Schachweltmeister und 1970 bis 1978 Präsident des Weltschachbundes FIDE. In seiner Heimat löste er eine enorme Schachbegeisterung aus. Viele niederländische Schachvereine haben das Gründungsjahr 1935. 15.02.2014 - 30.04.2014 Paul Keres (7.1.1916 - 5.6.1975 | Estland) war einer der stärksten Spieler des 20. Jh. Er errang nie den Titel eines Weltmeisters, stellte aber einen Rekord dadurch auf, dass er Partien gegen neun Titelinhaber (von Capablanca bis Fischer) gewann. Sein Porträt zierte den estnischen 5 Kronenschein und noch heute finden Keres Gedenkturniere in Estland und Kanada statt.

20.05.2012 - 30.08.2013

Das andere Schach - Geschichte der

Schachvarianten

Die Ausstellung begab sich auf Spurensuche nach den Varianten des Schachs seit seiner Entstehung und versuchte ein wenig Licht in die Hintergründe zu werfen. Die Schach- spieler experimentierten mit unterschiedlichen Brettformen, Schachfiguren und ihren Zugweisen, Grundaufstellungen und Spielregeln. Das stärkste Motiv bis in unsere Zeit war dabei immer wieder die Erweiterung der Möglichkeiten und die Erhöhung des Schwierigkeitsgrades und damit die Herausforderung für den Verstand. Am 30. November 2012 erhielten wir aus Österreich von der Firma Brettspielprofi GesBR einen Nachbau des Kurierschach- spiels von dem Lucas van Leyden Gemälde für unsere Ausstellung.

15.05.2011 - 30.04.2012

Schachdorf Ströbeck - gestern und heute

Das Schachdorf Ströbeck feierte 2011 sein Jubiläum "1000 Jahre Schach". Zu diesem Anlass veranstaltete das Schachmuseum eine Lesereihe und diese Sonderausstellung. Häuser, Parks und Menschen auf alten Zeichnungen und Fotos wurden Aufnahmen von heute gegenübergestellt und das Schachdorf Ströbeck im Wandel gezeigt.

16.05.2010 - 30.04.2011

Der spielende Mensch im 18. Jh.

Eine Sonderausstellung im Rahmen der Initiative "Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert" zum Themenjahr "Menschenbilder" Die Ausstellung zeigte, wie sich die Gesellschaft anhand der alltäglichen Praxis des Spiels selbst betrachtet hat. Das spielende Kind wurde zu Beginn des Jahrhunderts gar nicht wahrgenommen. Jegliches erlaubte Spiel bereitete lediglich auf die späteren Anforderungen gesellschaftlichen Lebens vor. Erst mit der Entwicklung der Pädagogik entstand das Bild von der Natur des Kindes, zu der auch das Recht auf freies, zwangloses Spiel gehörte. Zum gesellschaftlichen Leben der Erwachsenen gehörte es, die Regeln bestimmter Spiele zu kennen. Der Adel definierte sich insbesondere durch das Glücksspiel und verspielte rücksichts- los ganze Vermögen. Das Bürgertum setzte die Tugenden der Vernunft und Sparsamkeit dagegen und sah das Bild ihres Standes im Gesellschaftsspiel vertreten, welches weder Geld noch Spielutensilien benötigte dafür aber Geschick.

04.09.2010 - 07.11.2010

Dorfporträts - Die Menschen prägen

das Dorf

Eine Fotoausstellung des Schachmuseums Ströbeck im Städtischen Museum Halberstadt. 13 Fotografen aus England, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Tschechien. Als das niederländische Dorf Wijk aan Zee sich für 1999 selbst zum Kulturdorf Europas erklärte, organisierte das Dorf zwei Arten von Veranstaltungen. Zehn Besuche aus Dörfern des späteren Netzwerkes „Kulturdörfer Europas“ (zu denen auch das Schachdorf Ströbeck gehört) und zehn andere Projekte für Amateur- und professionelle Filmemacher, Denker, Jugend, Senioren, Bildhauer, Musiker, für Dorfexperten, für Theater und Oper und für Fotografen. Das Projekt der Fotografen war ein Wettbewerb „Dorfporträts“. Die Anweisung war: “Porträtiert ein Dorf anhand der Menschen, die dort leben.” Einen Teil der Wettbewerbsfotos konnte man in dieser Ausstellung sehen.

17.05.2009 - 26.02.2010

“Sie spielen mit Einfalt und Würde”

Eine Sonderausstellung im Rahmen der Initiative "Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert" zum Themenjahr "Alltagswelten" Im 18 Jh. bemühte sich die internationale Schachwelt, das Schachspiel zu perfektionieren und zu professionalisieren. Man setzte sich wissenschaftlich und philosophisch mit dem Spiel auseinander. Da fiel der Blick der Schachwelt nicht immer freundlich auf das eigenwillige Schachdorf Ströbeck, das beharrlich nach seinen eigenen alten Regeln spielte. Die Ausstellung zeigte das Spannungsfeld zwischen den Entwicklungstendenzen in der Schachwelt im 18. Jh. und der entgegengesetzten eigensinnigen Spielweise der Ströbecker.
English
Foto: Ian Cook
Ströbecker Schachtradition  seit 2016
Schachfiguren gedrechselt mit Elfenbeinbesatz um 1900

Sonderausstellungen

Mit Unterstützung der Stiftung der Kreissparkasse Halberstadt  eröffnete das Schachmuseum Ströbeck am 17.05.2009 zwei neue Ausstellungsräume. Dazu gehört auch der Raum für Sonderaustellungen. So kann das Museum mit wechselnden Ausstellungen die Schachgeschichte, und natürlich ganz besonders die Ströbecker Schachgeschichte, mit verschiedenen Themen tiefer beleuchten und immer wieder neu entdecken.
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22.05.2016 - 14.05.2017

Caissas Schwestern - Frauen und Schach 

Schach spielende Frauen hatten in der Literatur und Kunst bis in das späte 18. Jh. einen festen Platz, solange das Schachspiel als Unterhaltungsform und als Möglichkeit der zwanglosen Begegnung der Geschlechter galt. Jedoch wurden die Frauen seit Ende des 16. Jh. von der wissenschaftlichen Entwicklung des Schachs und den wichtigen Spielstätten der Schachelite, wie den Kaffeehäusern, ausgeschlossen. Mit der Emanzipationsbewegung Ende des 19. Jh. verschafften sie sich Zutritt zur Wissenschaft und dem öffentlichen Leben und kehrten in die Schachwelt zurück.

17.05.2015 - 15.05.2016

Schachfieber im Kaffeehaus

Kaffeehäuser waren seit dem 17. Jh. ein beliebter Begegnungs- ort von Menschen aus der Kultur, Gesellschaft und Politik. Es wurde diskutiert, Geschäfte gemacht und gespielt. So regte sich das bürgerliche Schachleben zuerst in Englands und Frankreichs Kaffeehäusern. Im Laufe des 19. Jh. schließlich wurde es ausgesprochen populär in allen Kaffeehäusern Europas. Die Ausstellung gibt einen Einblick in die pulsierende Schachwelt der Kaffeehäuser, wo sich Meister und Amateure trafen und Kiebitze ihnen über die Schultern sahen.

18.05.2014 - 30.04.2015

Der Narr auf dem Schachfeld

Der Humor im Schach ist so vielseitig wie das Spiel und beginnt bereits bei der Bezeichung der Figuren. So ist zum Beispiel der "Läufer" in Frankreich der "Fou", der "Narr". Von Karikaturen, Gedichten, politischer Satire bis zu Alltagsszenen des Schach- lebens und geistreichen Schachpartien zum nachspielen präsentierte die Ausstellung die Vielfalt des Schachspieler- humors. Ein besonderes Bonbon war der russische Film "Schachfieber" von 1925.

08.09.2013 - 30.04.2014

Schachlegenden

Das Schachdorf Ströbeck gehört zum Netzwerk der Kulturellen Dörfer Europas, dass aus elf Dörfern aus elf europäischen Ländern besteht. Mit der Sonderausstellung stellte das Schach- museum aus drei dieser Länder berühmte Schachmeister vor, die zu Schachikonen ihren Nationen wurden. 09.09.2013 - 13.11.2013 Emanuel Lasker (24.12.1868 - 1.1.1941 | Deutschland) war der zweite offizielle und zugleich der bislang einzige deutsche Schachweltmeister. Er behauptete diese Position über einen Zeitraum von 27 Jahren (1894 bis 1921) und war damit länger als jeder andere Träger dieses Titels. 16.11.2013 - 12.02.2014 Max Euwe (20.5.1901 - 26.11.1981 | Niederlande) war von 1935 bis 1937 fünfter Schachweltmeister und 1970 bis 1978 Präsident des Weltschachbundes FIDE. In seiner Heimat löste er eine enorme Schachbegeisterung aus. Viele niederländische Schachvereine haben das Gründungsjahr 1935. 15.02.2014 - 30.04.2014 Paul Keres (7.1.1916 - 5.6.1975 | Estland) war einer der stärksten Spieler des 20. Jh. Er errang nie den Titel eines Weltmeisters, stellte aber einen Rekord dadurch auf, dass er Partien gegen neun Titelinhaber (von Capablanca bis Fischer) gewann. Sein Porträt zierte den estnischen 5 Kronenschein und noch heute finden Keres Gedenkturniere in Estland und Kanada statt.

20.05.2012 - 30.08.2013

Das andere Schach - Geschichte der

Schachvarianten

Die Ausstellung begab sich auf Spurensuche nach den Varianten des Schachs seit seiner Entstehung und versuchte ein wenig Licht in die Hintergründe zu werfen. Die Schach- spieler experimentierten mit unterschiedlichen Brettformen, Schachfiguren und ihren Zugweisen, Grundaufstellungen und Spielregeln. Das stärkste Motiv bis in unsere Zeit war dabei immer wieder die Erweiterung der Möglichkeiten und die Erhöhung des Schwierigkeitsgrades und damit die Herausforderung für den Verstand. Am 30. November 2012 erhielten wir aus Österreich von der Firma Brettspielprofi GesBR einen Nachbau des Kurierschach- spiels von dem Lucas van Leyden Gemälde für unsere Ausstellung.

15.05.2011 - 30.04.2012

Schachdorf Ströbeck - gestern und heute

Das Schachdorf Ströbeck feierte 2011 sein Jubiläum "1000 Jahre Schach". Zu diesem Anlass veranstaltete das Schachmuseum eine Lesereihe und diese Sonderausstellung. Häuser, Parks und Menschen auf alten Zeichnungen und Fotos wurden Aufnahmen von heute gegenübergestellt und das Schachdorf Ströbeck im Wandel gezeigt.

16.05.2010 - 30.04.2011

Der spielende Mensch im 18. Jh.

Eine Sonderausstellung im Rahmen der Initiative "Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert" zum Themenjahr "Menschenbilder" Die Ausstellung zeigte, wie sich die Gesellschaft anhand der alltäglichen Praxis des Spiels selbst betrachtet hat. Das spielende Kind wurde zu Beginn des Jahrhunderts gar nicht wahrgenommen. Jegliches erlaubte Spiel bereitete lediglich auf die späteren Anforderungen gesellschaftlichen Lebens vor. Erst mit der Entwicklung der Pädagogik entstand das Bild von der Natur des Kindes, zu der auch das Recht auf freies, zwangloses Spiel gehörte. Zum gesellschaftlichen Leben der Erwachsenen gehörte es, die Regeln bestimmter Spiele zu kennen. Der Adel definierte sich insbesondere durch das Glücksspiel und verspielte rücksichts- los ganze Vermögen. Das Bürgertum setzte die Tugenden der Vernunft und Sparsamkeit dagegen und sah das Bild ihres Standes im Gesellschaftsspiel vertreten, welches weder Geld noch Spielutensilien benötigte dafür aber Geschick.

04.09.2010 - 07.11.2010

Dorfporträts - Die Menschen prägen

das Dorf

Eine Fotoausstellung des Schachmuseums Ströbeck im Städtischen Museum Halberstadt. 13 Fotografen aus England, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Tschechien. Als das niederländische Dorf Wijk aan Zee sich für 1999 selbst zum Kulturdorf Europas erklärte, organisierte das Dorf zwei Arten von Veranstaltungen. Zehn Besuche aus Dörfern des späteren Netzwerkes „Kulturdörfer Europas“ (zu denen auch das Schachdorf Ströbeck gehört) und zehn andere Projekte für Amateur- und professionelle Filmemacher, Denker, Jugend, Senioren, Bildhauer, Musiker, für Dorfexperten, für Theater und Oper und für Fotografen. Das Projekt der Fotografen war ein Wettbewerb „Dorfporträts“. Die Anweisung war: “Porträtiert ein Dorf anhand der Menschen, die dort leben.” Einen Teil der Wettbewerbsfotos konnte man in dieser Ausstellung sehen.

17.05.2009 - 26.02.2010

“Sie spielen mit Einfalt und Würde”

Eine Sonderausstellung im Rahmen der Initiative "Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert" zum Themenjahr "Alltagswelten" Im 18 Jh. bemühte sich die internationale Schachwelt, das Schachspiel zu perfektionieren und zu professionalisieren. Man setzte sich wissenschaftlich und philosophisch mit dem Spiel auseinander. Da fiel der Blick der Schachwelt nicht immer freundlich auf das eigenwillige Schachdorf Ströbeck, das beharrlich nach seinen eigenen alten Regeln spielte. Die Ausstellung zeigte das Spannungsfeld zwischen den Entwicklungstendenzen in der Schachwelt im 18. Jh. und der entgegengesetzten eigensinnigen Spielweise der Ströbecker.
English Foto: Ian Cook Ströbecker Schachtradition  seit 2016